Am Anfang war die Idee.

Aktualisiert: 25. Okt 2019






… und mit ihr gemeinsam die Angst. Ich weiß nicht mehr, wann genau ich das erste Mal an ein eigenes Buchprojekt dachte. Aber ich weiß noch sehr genau, dass immer, wenn der Gedanke daran in meinem Kopf aufkeimte, sich auch ein bisschen Angst einmischte. „Was, du? Ein Buch mit anderen gemeinsam veröffentlichen? Deine Texte sind zu schlecht dafür, und ob da noch jemand anderes mit Bock drauf hat – also ich weiß ja nicht...“, meldeten sich meine Zweifel.

Und trotzdem war da auch dieses Kribbeln im Bauch, als ich das erste Mal jemandem - ganz vorsichtig und zögerlich - von dieser Idee erzählte. Was, wenn? Was wenn es ein Buch gäbe? Mit verschiedenen Texten der Menschen aus meinem Umfeld? Leute, die ich gern ermutigen möchte, einfach weil ich sie und ihre Kunst gut finde? Und was, wenn dann noch Illustrationen dabei wären? Und Musik oder Videos oder Tanz…  Schneller als mir lieb war, wurde aus der kleinen Idee ein Selbstläufer, und wenn ich in den letzten Jahren eines gelernt habe, dann das: Wenn eine Idee einmal so lange in meinem Kopf herumgeistert, dass sie auch nach ein paar Monaten nicht weggeht, dann gibt mein Kopf erst wieder Ruhe, wenn ich sie umgesetzt habe.

Und dann waren da Menschen, die Bock hatten, mitzumachen, mitzudenken, mitzugestalten und vor allem: mitzutragen. Da war Robin, der – oh, wie praktisch – einen Verlag gegründet hatte. Da war Annabell, die großartig darin ist, Konzepte zu entwickeln und Ideen Leben einzuhauchen. Da war Tabitha, mit der ich sowieso die ganze Zeit über Schreiben und Kreativität nachdenke. Da war meine Schwester Michelle, die Zeit hatte, und Bock, und Talent im Zeichnen. Da waren so viele, die diese Idee nicht absurd, sondern gut fanden. Da war plötzlich ein Wir und ein Team und da war plötzlich das Wissen, dass dieses Buch doch sehr viel umsetzbarer ist als gedacht, und dass die Lust auf dieses Projekt größer ist als die Angst, damit zu scheitern.

Und hier stehen wir nun. Aus der Idee mit dem Buch ist inzwischen ein Projekt geworden, das jeden Tag ein bisschen mehr wächst, inzwischen einen Namen trägt und immer lebendiger wird. “Am Goldenen Faden” wird die Anthologie heißen, die wir veröffentlichen wollen. Sie wird eine Sammlung aus Texten, Illustrationen, Liedern und Videos verschiedenster Künstler*innen verschiedenster Hintergründe sein.

In den nächsten Wochen möchten wir euch mitnehmen auf die verrückte Reise, auf die wir uns mit diesem Projekt begeben. Wir möchten euch näher vorstellen, was es mit dem goldenen Faden auf sich hat, unsere Gedanken teilen, von unserer Begeisterung zu Kreativität erzählen und euch mit Mut anstecken.

Das hier ist der Anfang. Schön, dass ihr uns begleitet!


Jasmin Brückner

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